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Durchfahrwaagen für Industrie & Logistik – flach, befahrbar und eichfähig

Rollcontainer, Transportwagen und Paletten direkt im Arbeitsprozess wiegen – ohne unnötiges Umladen

Durchfahrwaagen integrieren den Wägeprozess direkt in Materialfluss, Lager und Produktion. Die niedrige Bauhöhe und Auffahrrampen ermöglichen das einfache Befahren mit Rollcontainern, Transportwagen oder Paletten und sorgen für schnelle, effiziente Wägeabläufe.

Bei ESSMANN finden Sie robuste Durchfahrwaagen von KERN, Dini Argeo und Soehnle Professional sowie individuell konfigurierte Lösungen aus unserem eigenen Waagenbau. Je nach Anwendung stehen eichfähige beziehungsweise geeicht lieferbare Ausführungen, verschiedene Plattformgrößen, Wägebereiche und Wägeterminals mit passenden Schnittstellen zur Verfügung.

Passende Durchfahrwaage finden
Durchfahrwaage liegt in einer Halle oder Lager horizontal auf den Boden. Im Vordergrund steht ein kleines Wägetermianl

Welche Durchfahrwaage passt zu Ihrem Wägeprozess?

Rollcontainer, Transportwagen, Behälter oder Paletten: Die Auswahl beginnt beim tatsächlichen Ablauf

Eine Durchfahrwaage ist besonders sinnvoll, wenn fahrbare Lastenträger direkt im Arbeitsprozess gewogen werden sollen: Der Rollcontainer, Transportwagen oder Behälter wird über eine Rampe auf die Wägeplattform gefahren und verlässt sie anschließend auf der gegenüberliegenden Seite. So lässt sich der Wägeprozess in Materialfluss, Lager oder Produktion integrieren, ohne die Ware unnötig umzuladen.

Für die Auswahl sollten Sie zuerst den tatsächlichen Ablauf betrachten:

  • Welcher Rollcontainer, Transportwagen oder Ladungsträger wird gewogen?
  • Welche Außenmaße und Aufstandspunkte hat das Fahrzeug?
  • Wie hoch ist das typische und maximale Gesamtgewicht inklusive Wagen oder Behälter?
  • Wird nur von einer Seite aufgefahren oder soll die Waage tatsächlich durchfahren werden?
  • Ist die Wägung eichpflichtig beziehungsweise für den rechtsgeschäftlichen Verkehr vorgesehen?
  • Reicht eine Gewichtsanzeige oder sollen Werte gedruckt beziehungsweise an ein übergeordnetes System übertragen werden?

Aus diesen Angaben ergeben sich Wägefläche, Wägebereich, Rampenausführung, Wägeterminal und die benötigte eichfähige beziehungsweise geeicht lieferbare Konfiguration. Für andere Materialflüsse können auch Bodenwaagen oder Palettenwaagen die passendere Bauform sein.

Welche Durchfahrwaage passt zu Ihrem Wägeprozess?

Bauhöhe, Rampen, Wägefläche und Wägebereich richtig dimensionieren

Vier Punkte entscheiden, ob die Durchfahrwaage im täglichen Betrieb wirklich zum Materialfluss passt

Bauhöhe und Rampen: Je niedriger die Wägeplattform, desto geringer fällt die notwendige Rampensteigung aus. Berücksichtigen Sie dabei Raddurchmesser, Bodenfreiheit des Transportwagens und den verfügbaren Platz vor und hinter der Waage. Für das Auffahren und Zurückfahren genügt je nach Anwendung eine Rampe; für einen echten Durchfahrprozess werden in der Regel zwei Rampenseiten benötigt.

Wägefläche: Die Plattform muss zu den tatsächlichen Aufstandspunkten des Wagens passen. Im aktuellen Sortiment reichen die Wägeflächen von kompakten Ausführungen ab 800 × 800 mm bis zu deutlich größeren Plattformen. Entscheidend ist, dass der Ladungsträger sicher und reproduzierbar auf der Wägefläche positioniert werden kann.

Wägebereich und Ablesbarkeit: Maßgeblich ist das Gesamtgewicht aus Ladung und Wagen beziehungsweise Behälter. Planen Sie eine sinnvolle Reserve ein, wählen Sie den Wägebereich aber nicht unnötig groß: Mit steigender Höchstlast kann sich je nach Modell auch die Ablesbarkeit beziehungsweise der Eichwert verändern.

Material, Schutz und Datenausgabe: Je nach Einsatzumgebung kommen lackierte, verzinkte oder aus Edelstahl ausgeführte Plattformen infrage. Eine Edelstahlplattform bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das komplette Wägesystem wasserdicht ist; Schutzarten sollten für Plattform, Wägezellen und Terminal jeweils separat geprüft werden. Je nach Modell stehen Schnittstellen wie RS-232, USB, Ethernet/LAN oder WLAN zur Verfügung. Eine vorhandene Schnittstelle ersetzt dabei noch keine fertige ERP- oder WMS-Anbindung – Datenformat, Übertragungsweg, Software und Zielsystem sollten vorab abgestimmt werden.

Bauhöhe, Rampen, Wägefläche und Wägebereich richtig dimensionieren

Durchfahrwaage, Bodenwaage, Palettenwaage oder Plattformwaage?

Durchfahrwaagen sind auf fahrbare Ladungsträger ausgelegt, die über eine Rampe auf die Wägefläche und anschließend auf der anderen Seite weiterbewegt werden. Sie eignen sich deshalb besonders für Rollcontainer, Transportwagen und vergleichbare innerbetriebliche Transportmittel.

Eine Bodenwaage ist häufig die bessere Wahl, wenn eine geschlossene Plattform benötigt wird, aber kein echter Durchfahrprozess erforderlich ist. Palettenwaagen sind auf standardisierte Paletten und die Beschickung beispielsweise mit einem Hubwagen ausgerichtet. Plattformwaagen decken ein breites Spektrum von Kartons, Behältern und Stückgütern ab. Für besonders hohe Lasten und weitere industrielle Bauformen finden Sie zusätzliche Lösungen im Bereich Schwerlastwaagen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur, wie schwer die Last ist, sondern vor allem: Wie gelangt sie auf die Waage, wie verlässt sie die Wägefläche und was soll anschließend mit dem Gewichtswert passieren?

Eichfähig, geeicht lieferbar oder kalibriert – was brauchen Sie?

Ob eine Durchfahrwaage eichfähig beziehungsweise geeicht oder konformitätsbewertet geliefert werden muss, sollte bereits vor der Bestellung geklärt werden. Eichfähig bedeutet zunächst, dass die Waage die technischen Voraussetzungen für eine Verwendung im gesetzlich geregelten Bereich erfüllt. Das heißt nicht automatisch, dass die konkrete Waage bereits konformitätsbewertet beziehungsweise für den vorgesehenen eichpflichtigen Einsatz bereitgestellt wurde.

Eine Kalibrierung verfolgt einen anderen Zweck: Sie dokumentiert die Messabweichung und die Rückführbarkeit des Messergebnisses, beispielsweise für Qualitätssicherung oder Prüfmittelüberwachung. Eine ISO- beziehungsweise DAkkS-rückführbare Kalibrierung ersetzt daher keine gesetzlich vorgeschriebene Eichung oder Konformitätsbewertung.

ESSMANN unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Ausführung sowie bei Eichung und Konformitätsbewertung. Für Prüfmittelmanagement und dokumentierte Rückführbarkeit stehen außerdem DAkkS-Kalibrierungen beziehungsweise weitere Kalibrierleistungen zur Verfügung. Wartung und Reparatur finden Sie im Bereich Waagen-Service.

Durchfahrwaagen für typische Anwendungen – unsere Auswahlhilfe

Die beste Durchfahrwaage gibt es nicht pauschal. Entscheidend sind Ladungsträger, Platzangebot, Wägefläche, Wägebereich, Einsatzumgebung, Eichpflicht und die gewünschte Datenausgabe. Diese fünf Modelle beziehungsweise Baureihen zeigen unterschiedliche Schwerpunkte im aktuellen Sortiment:

  • ESSMANN Compact: Kompakte Lösung für begrenzte Stellflächen und kleinere Transportwagen. Die geprüfte Ausführung bietet 800 × 800 mm Wägefläche, bis 600 kg Wägebereich und ein Systec-Wägeterminal; je nach Konfiguration sind eine oder zwei Rampen möglich.
  • Dini Argeo LPFI6-1: Interessant für größere Transportwagen und eine vergleichsweise niedrige Plattform. Die geprüfte Ausführung kombiniert 1500 × 1250 mm Wägefläche, 600 kg Wägebereich bei 100 g Ablesbarkeit, 45 mm Plattformhöhe und Edelstahlausführung.
  • ESSMANN 5304 Für industrielle Prozesse mit höherem Konfigurationsbedarf. Die geprüfte Ausführung arbeitet mit 1500 kg Wägebereich, 1250 × 1100 mm Wägefläche und Systec IT1; innerhalb der Baureihe stehen verschiedene Größen, Materialien und Terminalkonfigurationen zur Verfügung.
  • KERN NXC 1.5T-4M: Eine interessante Option, wenn Schutzart und Datenschnittstellen besonders wichtig sind. Die geprüfte Variante bietet 1000 × 1000 mm Edelstahl-Wägefläche und 1500 kg Wägebereich; Plattform, Wägezellen und Auswertegerät besitzen modellabhängig hohe IP-Schutzarten. Schnittstellen wie RS-232, USB, Ethernet und WLAN unterstützen die Einbindung in digitale Prozesse.
  • Soehnle Professional 7784: Für größere Plattformen und unterschiedliche Material- beziehungsweise Wägebereichskonfigurationen. Die geprüfte Ausführung bietet 1500 kg Wägebereich und 1500 × 1250 mm Wägefläche; innerhalb der Baureihe stehen weitere Größen und Materialien zur Auswahl.

Wenn Standardkonfigurationen nicht zum Prozess passen, unterstützt ESSMANN bei der technischen Auslegung, mit Lösungen aus dem eigenen Waagenbau sowie bei Wartung, Reparatur, Eichung und Kalibrierung.

Häufige Fragen

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Durchfahrwaagen 5

Eine Durchfahrwaage ist besonders sinnvoll, wenn Rollcontainer, Transportwagen oder ähnliche fahrbare Ladungsträger in Bewegungsrichtung auf die Wägeplattform und anschließend auf der gegenüberliegenden Seite weitergefahren werden sollen. Für Paletten mit Hubwagen ist häufig eine Palettenwaage geeigneter; wenn kein echter Durchfahrprozess benötigt wird, kann eine klassische Bodenwaage die passendere Lösung sein.

Die Wägefläche sollte zu den Aufstandspunkten und Außenmaßen des verwendeten Rollcontainers oder Transportwagens passen. Beim Wägebereich zählt das maximale Gesamtgewicht aus Ladung und Wagen beziehungsweise Behälter. Zusätzlich sollte eine sinnvolle Reserve eingeplant werden, ohne den Wägebereich unnötig groß zu wählen, da sich je nach Modell auch Ablesbarkeit und Eichwert verändern können.

Eichfähig bedeutet, dass die Waage grundsätzlich die technischen Voraussetzungen für den gesetzlich geregelten Einsatz erfüllt. Für eine eichpflichtige Verwendung muss die konkrete Waage jedoch entsprechend konfiguriert und konformitätsbewertet beziehungsweise geeicht bereitgestellt werden. Eine Kalibrierung dokumentiert dagegen Messabweichung und Rückführbarkeit und dient beispielsweise der Qualitätssicherung. Sie ersetzt keine gesetzlich erforderliche Eichung oder Konformitätsbewertung.

Eine geringe Bauhöhe reduziert die notwendige Rampensteigung und erleichtert das Befahren mit kleinen Rollen oder geringer Bodenfreiheit. Bei der Auslegung sollten deshalb Radgröße, Bodenfreiheit, verfügbare Rampenlänge und Platz vor sowie hinter der Waage berücksichtigt werden. Für einen echten Durchfahrprozess sind in der Regel Rampen auf beiden Seiten erforderlich.

Je nach Wägeterminal und Modell stehen Schnittstellen wie RS-232, USB, Ethernet beziehungsweise LAN oder WLAN zur Verfügung. Ob eine direkte Anbindung an Drucker, PC, ERP oder WMS möglich ist, hängt zusätzlich von Datenformat, Schnittstellenprotokoll, Software und Zielsystem ab. Diese Anforderungen sollten deshalb vor der Auswahl des Wägeterminals abgestimmt werden.
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